Hintergrund

Die Notfallversorgung ist im Fokus der Gesundheitspolitik und soll grundlegend reformiert werden. Nun sollen erste Vorgaben für die Notaufnahmestationen umgesetzt werden, mit zum Teil gravierenden finanziellen Folgen für die Kliniken.
Durch die Eingruppierung der ZNA in das neue Stufensystem entscheidet sich zukünftig, ob eine Klinik Zuschläge erhält oder Abschläge hinnehmen muss. Die Höhe der Zu- und Abschläge soll bis Ende November 2018 feststehen. Bei der Eingruppierung werden sämtliche Strukturen und Prozesse hinterfragt und optimiert inklusive unter anderem Triage und Dokumentation.
Alle zukünftig an der Notfallversorgung teilnehmenden Krankenhäuser sollen eine Kooperationsvereinbarung mit der zuständigen KV abschließen oder müssen zumindest das Bemühen darum dokumentieren. Hessen und Westfalen-Lippe sind hier Vorreiter und geben Einblicke in die ersten Erfahrungen mit der Implementierung von Portalpraxen aus der Perspektive der Leitung der ZNA und der KV.
Spannend sind in diesem Kontext auch die Auswirkungen der Qualitätskontrollen des MDK und die Folgen der im Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz geplante Gesetzesänderung auf die Notfallstufenfinanzierung.
Für die Geschäftsführung stellt sich die Frage nach dem Stellenwert der ZNA in der Gesamtstrategie. Hierüber berichtet einer von Deutschlands erfolgreichsten Krankenhausmanagern.
Ein gutes Management medizinischer Prozesse spart Ressourcen und Geld. Hierbei stehen das Schockraummanagement des nicht traumatologisch kritisch kranken Patienten im Mittelpunkt sowie der alte Patient und die Versorgung auf einer Kurzliegerstation.
Am Vorabend der WOKwissen-Fachkonferenz besteht wieder die Gelegenheit, eine ZNA im laufenden Betrieb zu besichtigen. Der Fokus liegt hierbei unter anderem auf dem Einsatz der IT im Hinblick auf die Entwicklung hin zum »papierlosen Krankenhaus«. Die Plätze für die Besichtigung sind begrenzt.