Hintergrund

Vor dem Hintergrund der G-BA-Vorgaben und der damit verbundenen Strukturanforderungen wird die Situation für viele Intensivstationen zunehmend schwieriger. Der Spagat zwischen berechtigten Qualitätsansprüchen, Versorgungsauftrag und Fachkräftemangel ist vielerorts kaum noch zu schaffen. Experten befürchten, dass bestimmte Operationen zukünftig nur noch in einigen wenigen Kliniken angeboten werden können, da es am benötigten Fachpersonal auf der ICU mangelt. Durch die zukünftige Rolle der Intensivstation beim Notfallstufenkonzept wächst zudem die strategische Bedeutung der ICU für das gesamte Krankenhaus.

Die Erlössicherung zählt weiterhin zu den großen Herausforderungen. Neu ist die Änderung bei den Mindest­merkmalen für die aufwendige intensivmedizinische Komplexbehandlung (OPS 8-98f). Diese Änderung hat ­direkte personelle, strukturelle und finanzielle Auswirkungen auf die Leistungserbringung vieler Intensiv­stationen.

Zunehmend erschwerend wirken die MDK-Prüfungen – insbesondere im Hinblick auf die Strukturvorgaben. Oft müssen Zahlungsansprüche an die Kassen gerichtlich eingefordert werden. Hierbei geht es häufig um Bestandteile der Komplexpauschale oder Auslegungsfragen im Kontext von Beatmungen. Dem MDK kommt dabei die schwierige Rolle zu, seinem Auftrag entsprechend zu prüfen.

Spannend wird, wie die geforderten Personaluntergrenzen auf der Intensivstation bei leergefegtem Arbeitsmarkt eingehalten werden sollen und was bei Nichteinhaltung passiert. Dem Pflegemanagement kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Ohne bereichsübergreifenden Personaleinsatz und interprofessionelle Zusammenarbeit geht es nicht. Das Universitätsklinikum Düsseldorf berichtet über sein Konzept und stellt zudem einen Praxisbericht über die Einführung eines PDMS auf einer ICU vor.

Es ist viel Zeit für Ihre Fragen eingeplant.